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Programme

Für die Gleichstellungspolitik in Sachsen-Anhalt sind drei Programme zentral:

  • das „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“,
  • das „Gender Mainstreaming-Konzept“ der Landesregierung,
  • das „Aktionsprogramm für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI) in Sachsen-Anhalt“.

Gemeinsam bilden sie eine Vielzahl gleichstellungspolitischer Strategien für das Land ab, die hier kurz erläuert werden.

 

200 Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Land – das „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“

Am 11. November 2014 hat die damalige Gleichstellungsministerin Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen dem Kabinett das „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ vorgelegt. Es beinhaltet einen umfassenden Katalog von 200 konkreten Maßnahmen, mit denen die Gleichstellung von Männern und Frauen in Sachsen-Anhalt vorangebracht werden kann. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Bildung, existenzsichernde Beschäftigung, soziale Gerechtigkeit, Partizipation und Antigewaltarbeit. „Das Programm benennt Handlungsfelder und Arbeitsschwerpunkte für die gleichstellungspolitische Arbeit in allen Lebensbereichen. Es ist für die Frauen- und Gleichstellungspolitik in Sachsen-Anhalt von zentraler Bedeutung“, so Kolb-Janssen damals. „Viele Akteurinnen und Akteure aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben sich engagiert eingebracht. Ihnen allen gilt mein Dank.“ Das Landesprogramm wurde federführend vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt in einem dialogorientierten Verfahren mit insgesamt fünf thematisch unterteilten Arbeitsgruppen erarbeitet. Die Umsetzung wurde von einem Fachbeirat aus Expertinnen und Experten kontinuierlich begleitet. Derzeit ist die Umsetzung des Landesprogramms fast vollständig abgeschlossen. Eine Weiterentwicklung und Fortschreibung des Maßnahmenkatalogs wird angestrebt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums.

 

Interessen von Frauen und Männern im Blick – das „Gender Mainstreaming-Konzept der Landesregierung 2012-2016“
Das „Gender Mainstreaming-Konzept der Landesregierung 2012 - 2016“ wurde in Sachsen-Anhalt am 30. April 2013 vom Kabinett beschlossen. Gender Mainstreaming hat zum Ziel, Geschlechtergerechtigkeit und faire Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dafür nimmt es Frauen und Männer gleichermaßen in den Blick. Gender Mainstreaming verpflichtet dazu, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern zu analysieren und ihre Entscheidungen so zu gestalten, dass sie zur Förderung einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter beitragen. Das „Gender Mainstreaming-Konzept der Landesregierung 2012 - 2016“ enthält konkrete Maßnahmen und Vorhaben für alle Ministerien und die Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalts und versteht sich damit als ein grundlegender Leitgedanke für die Arbeit in Politik und Verwaltung. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der sachsen-anhaltischen Verwaltung bedeutet dies, im Rahmen ihrer fachlichen Aufgaben - egal ob sie z. B. in der Gesundheitspolitik, der Innenpolitik oder im Bereich Städtebau tätig sind - bei der Planung, Durchführung, Überwachung und Evaluation (fach-)politischer Maßnahmen, einschließlich Gesetzesvorhaben, dazu beizutragen, bestehende Benachteiligungen des einen oder anderen Geschlechts abzubauen, neue nicht entstehen zu lassen und damit Geschlechterverhältnisse gerecht zu gestalten. Die Umsetzung von Maßnahmen und Strategien des Konzepts werden durch eine interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) unter Leitung durch das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalts ressortübergreifend gesteuert. Zu den herausragenden Arbeitsergebnissen der IMAG zählen z.B. die Entwicklung eines jährlichen gendersensiblen Monitorings zur Stellenvergabe bei Führungspositionen in der Landesverwaltung und die Überarbeitung des Formulars der Staatskanzlei für Personalvorschläge der Ministerien unter gleichstellungspolitischen Aspekten. Es ist geplant, das „Gender Mainstreaming-Konzept“ der Landesregierung unter dem Dach des „Landesprogrammes für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ fortzuschreiben.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums.

 

Respekt für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und intergeschlechtliche Menschen (LSBTTI) in Sachsen-Anhalt – das „Aktionsprogramm LSBTTI“
Sachsen-Anhalt hat einen Aktionsplan zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI) vorgelegt. Ziel ist es, der Diskriminierung entgegen zu treten und zum Thema geschlechtlich-sexuelle Vielfalt zu informieren. Sachsen-Anhalts ehemalige Ministerin für Justiz und Gleichstellung, Prof. Angela Kolb, hatte den Aktionsplan am 22. Dezember 2015 im Kabinett vorgestellt. Das Programm umfasst 70 Maßnahmen in den Handlungsfeldern „Bildung und Aufklärung“, „Öffentlicher Dialog“, „Gewalt und vorurteilsmotivierte Kriminalität“ sowie „Gesetzliche Grundlagen“. Sie sollen in den Jahren 2016 bis 2020 umgesetzt und anschließend weiterentwickelt werden. Der Fokus liegt dabei auf der gesamtgesellschaftlichen Sensibilisierung sowie auf der Förderung eines respektvollen Dialogs zum Thema. Der Landtag hatte im Januar 2015 die Landesregierung beauftragt, ein rahmengebendes Programm zu erstellen. Der Aktionsplan wurde in einem breiten Prozess mit Beteiligten aus Landesregierung und Zivilgesellschaft erarbeitet. Beteiligt war u. a. der „Lesben- und Schwulenpolitische Runde Tisch in Sachsen-Anhalt“. Er hatte im Jahr 2013 den Entwurf eines „Gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans“ vorgelegt, der ein Grundstein des Aktionsplans ist.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums.