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Genderpreis 2018 vergeben

Meldung
Foto der Preisverleihung mit den Preisträgerinnen

Der Staatssekretär des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung vergibt zum 4. Mal den Preis für herausragende Forschungen auf dem Gebiet der Gender-Forschung

Magdeburg (MJ). An der Magdeburger Otto-von Guericke-Universität wurden am Donnerstag herausragende Arbeiten zu Genderforschung ausgezeichnet. Hubert Böning, Staatssekretär des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung, sagte anlässlich der Preisverleihung, Geschlechtergerechtigkeit sei eine Grundsäule der Demokratie. Für die Verwirklichung dieses Ziels spiele die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive eine entscheidende Rolle. Dafür liefere die Geschlechterforschung wichtige Erkenntnisse Hinweise. Böning: „ Sie hinterfragt eingefahrene Denkmuster, die zu Ungerechtigkeiten führen. Hier muss noch viel Arbeit geleistet werden und wir setzen dabei auf die Unterstützung der Forschung.“ Das sei auch im Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt festgeschrieben. Der in diesem Jahr zum vierten Mal vergebene Preis ist Teil des Landesprogramms.

Die Preisträgerinnen sind:

Astrid Kempe mit ihrer juristischen Forschung zu „„Lückenhaftigkeit und Re-form des deutschen Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund der Istanbul-Konvention“ (Dissertation an der MLU, Lehrstuhl für Strafrecht. Die Arbeit be-fasst sich mit der jüngsten Reform des deutschen Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen einschließlich häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention).

Mareike Fingerhut-Säck mit einer historischen Forschung zu „Pietismus ´von oben´. Seine Einführung und Konsolidierung 1710 bis 1771 in der Graf-schaft Wernigerode durch das Grafenehepaar Sophie Charlotte (1695-1762) und Christian Ernst (1691-1771) zu Stolberg-Wernigerode“ (Disseration an der OvGU, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-von-Guericke Universität-Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften (FHW) Institut für Geschichte). Mit ihrer Dissertation gibt sie einen tieferen Einblick in die Lebenswelt adeliger Ehepaare / Frauen im Pietismus und unterzieht die bisherigen geschlechtergeschichtlichen Ergebnisse zum spezifisch weiblichen Anteil an der pietistischen Frömmigkeit einer grundlegenden Revision.

Der Preis für die Dissertationen ist mit jeweils 1.500 € dotiert